
„Tja, über die Liegeplatzgebühren im Rheinhafen müssen wir uns noch mal Gedanken machen“ so Petra Schwank, die Vorsitzende des TSC Koblenz.
„Alles passierte relativ rasch. Nach einem Karaokeabend mit dem einen oder anderen Absinth habe ich bei einem Wladdi1840 auf Ebay spaßeshalber 5 € für ein Atom – U – Boot der Typhoon – Klasse geboten in der Annahme, es sei ein Modell. Als großer Fan von „Roter Oktober“ fand ich, wäre das eine witzige Idee“.
Schwank bekam für 4,50 € den Zuschlag und wartete monatelang auf die Lieferung.
„Als ich es grade dem EBAY Käuferschutz melden wollte, hupte es vor der Türe und da stand mein „Modell“. Ich wusste gar nicht, was ich sagen sollte“.
Nach einer kurzen Absprache mit ihrem Tauchverein war klar, dass das Boot nicht zurück nach Murmansk gehen soll. „Bei der Umweltbelastung wäre das unverantwortlich so viel Diesel zu verbrennen“ so Schwank, die sich nebenbei beim NABU engagiert. „Und die Brennstäbe abzunutzen, fanden wir auch nicht fair“.
So möchte der Verein es zukünftig für seine Seniorenausbildung nutzen.
„Ältere Mitglieder haben Probleme die Tauchflaschen zu schleppen und frieren sehr schnell unter Wasser – da bietet das Boot und der Reaktor ungeahnte Möglichkeiten dennoch die heimische Unterwasserwelt zu erkunden, das ohne die Kälte in den Knochen zu spüren oder nass zu werden“.
Nur eins stört Schwank: „Ich bin seit Erhalt des Bootes zu einer seltsamen, englischsprachigen Telegram Gruppe hinzugefügt worden, wo es um irgendein Rollenspiel in Jemen zu gehen scheint. Der Admin scheint auf Tattoos zu stehen, hat wohl einen militärischen Hintergrund und mag gerne Bourbon.“
Das Boot hat seine erste Erprobung zum ersten April im Moselbad, die Tiefe von etwa 4 Metern macht den Sprungturm zum perfekten Ausflugsziel für die Seniorenmannschaft.
Wir wünschen stets gute Fahrt und immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel!